Eine erektile Dysfunktion besteht, wenn Männer in 75 Prozent der Fälle entweder keine Erektion halten können, die für den Geschlechtsakt erforderlich ist, oder überhaupt keine Erektion im Penis bekommen. Das Glied wird somit nicht ausreichend hart oder erschlafft frühzeitig. Derartige Erektionsstörungen bestehen in der Regel mindestens über sechs Monate. Falls es also ab und zu einmal ‘nicht funktioniert’, muss es nicht gleich um Impotenz gehen, die einer Therapie bedarf.

Für viele Männer ist Sexualität ein Zeichen ihrer Männlichkeit. Kann Mann sozusagen seine Standhaftigkeit nicht mehr beweisen, leidet natürlich auch das Selbstbewusstsein. Kein Mann möchte seine erektile Dysfunktion zugeben und ebenso wenig vor anderen Personen ausbreiten. Mit steigendem Alter nehmen Erektionsstörungen jedoch deutlich zu. Bei Männern zwischen 20 und 30 Jahren liegt der Anteil bei circa vier Prozent, bei Männern zwischen 40 und 50 Jahren bereits bei zwanzig Prozent.

Wann sollten Männer eine Erektionsstörung ärztlich abklären lassen?

Stellen Betroffene fest, dass fast jeder zweite Beischlaf-Versuch durch eine schwache Erektion gestört wird oder sogar keinerlei Erektion möglich ist, kann es sich um erste Anzeichen von Impotenz handeln. Nur der Weg zu einem Arzt kann helfen, die wahre Ursache zu finden. Der Mediziner leitet nach einer sorgfältig gestellten Diagnose individuelle Therapiemaßnahmen ein.

Eine davon wäre die Einnahme von Medikamenten wie z.B. Tadalafil.

Liegen zum Beispiel Gefäßverengungen oder Durchblutungsstörungen vor, kann das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöht sein. Weitere Ursachen für eine erektile Dysfunktion können unter anderem ein niedriger Testosteron-Spiegel, eine Nervenschädigung oder der Schwellkörper an sich sein. Neben organischen Ursachen kann allerdings auch die Psyche die Beschwerden begünstigen, die beispielsweise durch Stress im Job oder durch eine belastete Partnerschaft angegriffen ist. Meistens ergibt sich jedoch eine Mischung aus diesen beiden, psychischen und körperlichen, Problematiken. Wichtig ist für alle Männer, dass früh genug ein Facharzt aufgesucht wird. Dieser kann beispielsweise unter anderem durch spezielle Trainings und Therapien Erektionsstörungen innerhalb weniger Monate beseitigen.

Eine ausführliche Diagnose umfasst zum Beispiel ein grundlegendes Gespräch, eine Blutuntersuchung, eine Doppler-Duplex-Sonographie (Messung der Penisgefäße), eine Biothesiometrie (Nervenmessung), ein EMG vom Beckenboden (Ermittlung der Beckenbodenstärke) sowie der Ausmessung des Penis an sich.

Welche organischen Ursachen sorgen hauptsächlich für Potenzprobleme?

Etwa 54 Prozent aller Erektionsstörungen basieren auf Herz-/Kreislauferkrankungen. Allerdings kann auch ein Diabetes zur Impotenz führen. Ebenso verhält es sich mit Stress. Hierdurch steigt unter anderem der Cortisonspiegel im Blut. Das Stresshormon verändert das Gewebe im Glied, wodurch sich der Testosteronspiegel absenkt.

Ein ausgefülltes Sexualleben ist jedoch gleichermaßen wichtig für die eigene Lebensqualität wie auch für die Partnerschaft. Da der Penis fast wie eine Antenne des Herzens fungiert, kann eine erektile Dysfunktion auch auf Herzbeschwerden hinweisen. Die Blutgefäße im Glied verfügen lediglich über einen Durchmesser von einem/zwei Millimetern, die Gefäße im Herzen besitzen dagegen drei/vier Millimeter Durchmesser. Penisgefäße schließen sich also deutlich schneller als Herzgefäße. Mit einem Herzinfarkt kann somit zwischen zwei und acht Jahren später gerechnet werden – ohne Behandlung.

Lässt sich einer Impotenz vorbeugen?

Einer Erektionsstörung beziehungsweise Impotenz kann unter anderem durch eine ausgewogene und gesunde Lebensweise entgegengewirkt werden. Regelmäßige und maßvolle Bewegung, täglich Gemüse und mäßig Obst sowie grundsätzlich frisch zubereitete Mahlzeiten, sind eine gute Grundlage, um den gesamten Körper fit zu halten. Spezielle Übungen, die die Beckenbodenmuskulatur stärken und die Durchblutung allgemein verbessern, sind weitere Methoden die Gefäße geschmeidig zu erhalten. Übrigens: Durch einen dicken Bauch verengen sich die Blutgefäße, was auch negative Auswirkungen auf den Penis haben kann.

Quellen:

Apotheken Umschau (2014): Erektile Dysfunktion (Potenzstörung, Erektionsstörung, Impotenz). Online verfügbar unter: https://www.apotheken-umschau.de/Erektile-Dysfunktion, zuletzt geprüft am 24.04.2018.

Männergesundheit (2018): Ursachen Erektile Dysfunktion (Erektionsstörungen). Online verfügbar unter: https://www.maennergesundheit.info/erektionsstoerungen/ursachen.html, zuletzt geprüft am 24.04.2018.